Stolperverse #1 Bist du dumm? (Blogparade)

Auf meiner ersten Reise durch die Bibel bin ich immer wieder über Bibelverse gestolpert. Verse, die mich jetzt noch in meinem Leben begleiten. Und nun interessiert es mich, ob es euch auch so geht. Habt ihr auch solche besonderen Verse oder Bibelgeschichten? Wie hat dieses Wort euer Denken und Leben beeinflusst? Was habt ihr da zum ersten Mal verstanden oder ganz neu entdeckt? Es würde mich freuen, wenn ihr darüber schreibt und hier in den Kommentaren euren Artikel verlinkt. Ich werde es dann Ende April zusammenfassen.

Wem vertraue ich?

Einer meiner Stolperverse steht in Sprüche 3,5+6:

Vertraue auf den HERRN mit deinem ganzen Herzen und stütze dich nicht auf deinen Verstand! Auf all deinen Wegen erkenne nur ihn, dann ebnet er selbst deine Pfade!

Als ich diesen Vers zum ersten Mal gelesen habe, hat er mich irgendwie angesprungen. Wir sind doch denkende Menschen. Wir haben doch unseren Verstand, um damit Entscheidungen fürs Leben zu treffen. Ist es möglich, dass es etwas Größeres gibt? Ist es möglich, dass mein Verstand nicht das Maß aller Dinge für mein Leben ist? Kann es sein, dass mein Verstand, mein logisches und vernünftiges Denken mich auf falsche Wege bringt? Was bedeutet es, auf den Herrn zu vertrauen und sich eben nicht auf den Verstand zu stützen?

Eine Entscheidung gegen den Verstand

Nun, wenn ich meinem Verstand gefolgt wäre, dann wäre ich jetzt nicht im vollzeitlichen Dienst für Gott. Ich hätte nie meinen sehr gut bezahlten und sicheren Job aufgegeben, der mir viel Freude gemacht hat und in dem ich meine Kreativität voll ausleben konnte. Ich hätte niemals ein Arbeitsumfeld verlassen, in dem der Teamgedanke wirklich gelebt wurde. Wirklich alles hat vom Verstand her dagegen gesprochen mit etwas über 40 Jahren einen völlig anderen und neuen Weg im Leben einzuschlagen. Einen Weg, der viele Fragezeichen mit sich bringt. Wird das Geld dann noch reichen? Werde ich mich in dem neuen Arbeitsfeld zurechtfinden? Reichen meine Fähigkeiten dafür aus, um diesen Platz zu füllen?

Aber da war dieser Ruf, Gottes Ruf in diesen Dienst, völlig gegen jede Logik. Bin ich bereit, diesem Ruf zu folgen? Bin ich bereit Gott mehr zu vertrauen, als meinem Verstand? Bin ich bereit, meine Sicherheiten zu verlassen und einen Weg zu gehen, den er mich führt? Und damit ja nicht nur mich, sondern uns als ganze Familie? Bin ich bereit, durch die geöffneten Türen zu gehen? Nach außen hin musste dies völlig dumm wirken. So viel Geld, so viel Sicherheit einzutauschen gegen … ja gegen was?

Sprung in den Abgrund

Leben im Vertrauen auf den Herrn

Vertraue auf den Herrn mit deinem ganzen Herzen„, dieses Wort gewann in dieser Zeit wieder ganz neu an Bedeutung. Für mich bedeutete es meinen Lebensweg ganz in Gottes Hand zu legen. Würde er die Türen zu diesem neuen Weg öffnen, dann würde ich ihn gehen. Blieben die Türen verschlossen, dann würde ich in meinem Beruf bleiben. Er sollte führen und entscheiden. Beide Wege konnte ich bei ihm abgeben. Er hat die Übersicht und kennt die Gegenwart und die Zukunft. Er kennt mich besser, als ich mich kenne. Er weiß, wo er mich haben will. Er begabt mich. Wie ein Kind möchte ich einfach von Gott, dem Vater, abhängig sein, ihm vertrauen. Und das ist nicht immer logisch!

Das ist jetzt knapp 3 Jahre her und wir durften erleben, wie Gott dann auch die Wege geebnet hat. Der Weg war trotzdem nicht leicht und doch weiß ich, dass er diesen Weg voran geht und führt. Es ist ein Weg, der immer mehr in die Abhängigkeit von ihm führt. Und das ist gut so!

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Stolperverse #2 – Gott lieben! Ja, aber wie?

11 Gedanken zu “Stolperverse #1 Bist du dumm? (Blogparade)

  1. Hmmm… ein schweres Thema – für mich.
    Ich habe – nach wie vor – einige solcher Stolpersteine. Und es vergeht kaum ein Tag, an dem ich nicht mit – aber auch gegen! – Gott kämpfe…
    Dies sind jedoch für mich sehr sensible und persönliche Themen, die ich in meinem WarRoom austrage. Gerne auch im kleinen Kreis – aber nicht im Internet…

    • Nun es gehört sicher nicht alles ins Internet. Da gebe ich Dir recht. Und doch kann es anderen Mut machen, wenn wir auch öffentlich davon reden, wie Gott durch sein Wort trägt und er in unserem Leben Dinge möglich macht, die wir für unmöglich halten. Für Deine Kämpfe wünsche ich Dir ein Festhalten an Gott, trotz allem -> 1. Mose 32,25-32! Gott segne Dich! Liebe Grüße, Daniel

    • Hallo Nici, leider ist Dein Kommentar bei mir im Spam gelandet und ich habe ihn erst jetzt entdeckt. Vielen Dank für Deinen Beitrag zur Blogparade. Liebe Grüße, Daniel

    • Hallo Martha, vielen Dank für Deinen Beitrag. Ich bin gespannt, ob wir im Bezug auf unser Leben mit Gott mal an den Punkt kommen, wo wir sagen: Jetzt hab ich alles verstanden. Sicher nicht in dieser Welt. Vielleicht danach? Liebe Grüße, Daniel

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