Fröhlich im Leid?

Selig sind, die da Leid tragen; denn sie sollen getröstet werden (Matthäus 5,4)

Leid gehört zu dieser Welt dazu, auch für Christen. Krankheit, Unfall, Verlust geliebter Menschen, Angriffe – all das macht auch vor uns nicht halt. Wenn Jesus davon spricht, dass wir Leid tragen, dann ist damit eben mehr gemeint, als ein kurzer trauriger Moment. Es ist ein anhaltender Zustand, an dem man schwer zu tragen hat.

Doch es geht hier um mehr, als um unser Leiden in der Welt. Es geht auch um das Leid an der Welt. Als Christen leiden wir auch mit, wenn in Kriegsgebieten grausame Zustände herrschen, wenn Menschen ausgebeutet werden, wenn sich Menschen im Alltag bekämpfen. Ganz ehrlich – mir geht der Streit in Familien sehr nahe, wenn Eltern mit Kinder verstritten sind oder Geschwister untereinander. Mir geht es nahe, wenn ich in den Nachrichten lese, wie Menschen miteinander umgehen.

Und bei all dem sagt Jesus, dass wir selig sind, dass wir uns glücklich schätzen dürfen, wenn wir in und an der Welt leiden? Nun, das Leid selbst macht uns nicht glücklich, ganz klar. Aber der Ausblick, den wir haben! Den Trost schenkt Gott selbst. Manchmal schon hier in dieser Welt, aber auf jeden Fall (garantiert!), wenn wir bei ihm angekommen sind, in seiner neuen Welt. Denn es heißt:

Dann sah ich einen neuen Himmel und eine neue Erde, denn der alte Himmel und die alte Erde waren verschwunden. Und auch das Meer war nicht mehr da. Und ich sah die heilige Stadt, das neue Jerusalem, von Gott aus dem Himmel herabkommen wie eine schöne Braut, die sich für ihren Bräutigam geschmückt hat. Ich hörte eine laute Stimme vom Thron her rufen: »Siehe, die Wohnung Gottes ist nun bei den Menschen! Er wird bei ihnen wohnen und sie werden sein Volk sein und Gott selbst wird bei ihnen sein. Er wird alle ihre Tränen abwischen, und es wird keinen Tod und keine Trauer und kein Weinen und keinen Schmerz mehr geben. Denn die erste Welt mit ihrem ganzen Unheil ist für immer vergangen.« (Offenbarung 21,1-4)

Gott selbst wird seine Kinder in den Arm nehmen und ihre Tränen abwischen – er selbst! Wer an dieser Welt leidet zeigt doch, dass er eine Sehnsucht hat, nach einer neuen, besseren Welt. Diese werden wir Menschen nicht schaffen. Das schafft nur Gott allein. Und er wird es auch schaffen.

Ist das jetzt eine Vertröstung? Nein, eine Vertröstung ist nur das, was ungewiss ist. Gottes Trost aber ist sicher, weil er es für seine Kinder zugesagt hat. Dafür hat er selbst gelitten, in dieser Welt, am Kreuz. Wir vertrauen einem Gott, der mitleidet!

Woran leidest du? Danke Herr, dass du trösten wirst!

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